Grußwort zum Ramadan: Für ein geeintes Europa

In den Fastenmonat Ramadan fallen in diesem Jahr die Wahlen zum Europäischen Parlament. Deshalb rufen die Kirchen in NRW in einem gemeinsamen Grußwort an die Muslime zu einem geeinten Europa auf.

In ihrem Grußwort zum muslimischen Fastenmonat Ramadan rufen die Kirchen in NRW die Fähigkeit der Religionen ins Bewusstsein, Grenzen zu überwinden und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stiften.

In den Fastenmonat Ramadan, der am Sonntag, 5. Mai, begonnen hat, fallen in diesem Jahr die Wahlen zum Europäischen Parlament. Die Idee eines geeinten Europas stehe derzeit unter Kritik. In einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und weit darüber hinaus seien nationalistische Fliehkräfte spürbar, der Ruf nach Abgrenzung werde immer lauter. „Es herrschen eine Polarisierung, die niemandem dient und die eigentlich niemand will, und ein Stillstand, der übersieht, dass Wandel wesentlich zu jeder Existenz gehört“, heißt es in dem Grußwort der fünf katholischen Bistümer und drei evangelischen Landeskirchen in NRW.

Die Unterzeichner rufen in Erinnerung, dass die heiligen Schriften von Christentum und Islam ein anderes Bild der Welt anbieten: „So nimmt der Koran auf die Vielfalt der Menschen in positiver Weise Bezug und versteht sie als Auftrag: ‚Wetteifert nun nach den guten Dingen!’ (Sure 5,48), während die Bibel Christen auffordert: ‚Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!’ (Römerbrief 12,18).“

Die Unterzeichner des Grußworts – darunter Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck sehen die Religionen in der Verantwortung, sich über religiöse, ethnische und nationale Grenzen hinweg für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Menschen einzusetzen: „Kein Land wird jedoch die Herausforderungen unserer Zeit alleine und isoliert bestehen können. Es ist unser Auftrag als Weltreligionen, das Bewusstsein dafür wachzuhalten, dass es immer um mehr geht als nur nationale oder gar lokale Interessen. Es geht um die eine Welt, die uns Menschen anvertraut ist.

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