Maria 2.0: Gemeinsam nach konkreten Lösungen suchen

Sowohl Ruhrbischof Overbeck wie auch Generalvikar Pfeffer zeigen Verständnis für die Initiative Maria 2.0. Es sei wichtig, nun gemeinsam nach konkreten Lösungen für Fragen nach der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern zu suchen.

„Das Anliegen der Frauen in der Initiative ‚Maria 2.0‘ ist für mich mehr als verständlich. Die Aktion verdeutlicht den enormen Veränderungsbedarf in der Katholischen Kirche und führt uns vor Augen, was ohne das große Engagement der Frauen in unserer Kirche nicht möglich wäre“, zeigt Generalvikar Klaus Pfeffer Verständnis für die Aktion. Die Initiative mache zudem deutlich, was viele Menschen in der katholischen Kirche derzeit empfinden: eine große Unzufriedenheit.

„Es ist gut, dass die Initiative wichtige Fragen stellt“, macht auch Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck deutlich. Der Protest der Frauen sei nicht nur eine Frage nach Gewaltenteilung und Macht. Er berühre das Verständnis von Mann und Frau, Ehe, Familie und Partnerschaft sowie Herausforderungen zwischen Familie und Arbeit. Gleichzeitig zeige sich in der Debatte, dass solche Fragen sehr unterschiedlich beantwortet würden. Der von den Bischöfen angestoßene "synodale Weg" werde sich auch mit dem Thema der Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern beschäftigen müssen, so der Bischof.

Bemerkenswert sei, dass der Protest von Frauen und Männern getragen werde, die weitgehend im innersten Kern unserer Gemeinden engagiert seien, so Generalvikar Klaus Pfeffer weiter. „Es sind die treuen Katholikinnen und Katholiken, die sich nach Veränderungen sehnen“, so Pfeffer, auch deshalb gebühre ihnen Respekt und hohe Aufmerksamkeit. „Wir stellen uns in unserem Bistum diesem Protest und wollen in allen Fragen gemeinsam nach konkreten Lösungen suchen“, machte der Generalvikar deutlich. Im Blick auf die großen Themen, die eine Klärung auf weltkirchlicher Ebene benötigen, hofft er darauf, dass es in Einzelfragen auch regional unterschiedliche Lösungen geben kann. 

Seit Samstag der vergangenen Woche demonstrieren Frauen gegen Diskriminierungen in der Kirche. Gemeinden aus ganz Deutschland beteiligen sich an dieser Bewegung. Auch im Bistum treten in rund 15 Gemeinden Frauen und Männer gemeinsam für mehr Rechte der Frauen in der katholischen Kirche ein. (ja, kna)

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